Oberstufenschüler*innen nehmen an einem Workshop zum Thema Industriewälder und Stadtbäume teil
Vor einigen Wochen fand im Forstamt Rheinelbe in Gelsenkirchen ein internationaler Workshop zum Thema Wälder in der Stadt/Stadtbäume statt. Er gehört zu einem deutsch-chinesischem Kooperationsprojekt namens „Clearing House-Urbane Wälder und Stadtbäume“ und war bereits der dritte Workshop, der zu diesem Thema stattfand. Zu der Veranstaltung war der Biologielehrer Ingo Koslowski eingeladen und er hat dafür gesorgt, dass zwei Schüler des Projektkurses Naturwissenschaften (Jan Eimertenbrink, Dominik Fuhl), die sich in seinem Projektkurs das Thema „Stadtbäume“ ausgesucht haben, daran teilnehmen konnten.




Besonderes Interesse hatten wir an einem Vortrag von Herrn Pilsticker, der das Stadtbaumkonzept in Gelsenkirchen vorstellte. Verschiedene Experten, die zur Stadtverwaltung gehören oder eigene Projekte zum Thema leiten, präsentierten uns das Thema im Detail und führten Live-Diskussionen, zum Beispiel zu den Möglichkeiten von Bürgerforschung in städtischen Wäldern. Nach der letzten Präsentation gab es eine große Pause. Danach gingen wir auf eine kleine Wanderung in den Rheinelbe-Park, in dem wir das erste Marteloskop in einem städtischen Wald besuchten, das von der Gruppe eingeweiht wurde. Ein Marteloskop ist eine begrenzte Waldfläche, in der alle Bäume genau vermessen und untersucht werden, um ihnen ökologische und ökonomische Werte zuzuordnen. Für unsere eigenen Untersuchungen bekamen wir ein iPad in die Hand. In einem Programm zum Marteloskop konnte man den ökonomischen und ökologischen Wert der einzelnen Bäume sehen und wir mussten mit dessen Hilfe inhaltlich Fragen zu den Bäumen auf Arbeitsblättern beantworten. Diese Exkursion hat uns gut gefallen, weil wir viel zum Thema dazu lernen konnte. Außerdem hat uns sehr gefallen, dass wir in einem Waldgebiet waren und uns mit den Bäumen auseinandersetzen konnten. Wir lernten mithilfe von Tablets mit eigenen Programmen sowie mit Infoblättern. Wir lernten einiges über den ökonomischen und ökologischen Wert, der die Bäume auszeichnet. Vieles hatten wir uns viel simpler vorgestellt. So erfuhren wir zum Beispiel, dass Straßenrenovierungen viel schädlicher für die Straßenbäume sind, als man sich vorstellt. Außerdem war es echt etwas Neues mit Tablets die Dinge eigenständig kennenzulernen.
Am zweiten Tag, der im Grünlabor auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Hugo in Buer stattfand, wurde u.a. auch das Projekt „Gießkannenhelden“ in unserer Stadt vorgestellt ( https://ehrenamt.gelsenkirchen.de/de/Projekte/Giesskannenheld_innen/index.aspx ). Darin geht es darum, dass z.B. auf Schulhöfen Regenwasser sammelnde Wasserbehälter aufgestellt werden, mit deren Hilfe in Trockenperioden die Bäume auf den Schulhöfen von Schüler*innen und Lehrer*innen gegossen werden können. Unsere Projektgruppe kümmert sich nun auch darum, dass dieses Projekt an unserer Schule realisiert wird.
