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Offizielles Mannschaftsfoto
Essen, 15.12.2011 Acht Mannschaften aus dem gesamten Ruhrgebiet nahmen am diesjährigen Wächtlercup teil. Im Endspiel siegten unsere Jungen nach dramatischem Siebenmeterschießen gegen den Ausrichter.
Einen rundum gelungenen und schönen Tag erlebten unsere Jungen des 7. und 8. Jahrgangs. Zunächst einmal waren sie von den Rahmenbedingungen begeistert. Der Ausrichter, die Hauptschule an der Wächtlerstraße aus Essen, hatte das Turnier mit der Hilfe vieler Lehrerinnen und Lehrer im großen Stil aufgezogen und bis ins kleinste Detail geplant. So stand die Halle am Essener Hallo, in der u.a. Zweitligahandball und -basketball gespielt wird, zur Verfügung und sorgte bei unseren Schülern bereits beim Betreten für eine gewisse Spannung. Zur perfeken Organisation gehörten weiterhin: ein professioneller Empfang, eine liebevolle Eröffnungsfeier, das Bereitstellen von Speisen und Getränken, das sportlich-faire Verhalten aller Mannschaften und schließlich die bombastische Siegerehrung. Dass unsere Mannschaft dabei den riesengroßen Wanderpokal von Schulleiterin Frau Tschüter im Empfang nehmen durfte, war natürlich dann das Sahnehäubchen.
Sportlich hatte es für uns in der Vorrunde mit zwei souveränen Siegen angefangen. Besonders das 4:0 gegen den Titelverteidiger der Franz-Dinnendahl-Realschule war überzeugend herausgespielt und begeisterte die zahlreichen Zuschauer. Durch diese Siege waren wir schon frühzeitig für das Halbfinale qualifiziert und wohl auch ein wenig überheblich, als wir im letzten Spiel der Vorrunde gegen die Albert-Schweitzer-Schule aus Bochum antreten mussten. Deren Spieler konnten ihre körperlichen Vorteile ausnutzen und gewannen nicht nur das Spiel mit 3:0, sondern auch die Vorrundengruppe.
Als Vorrundenzweiter mussten wir deshalb das vermeintlich schwerere Halbfinale gegen den souveränen Gruppensieger der anderen Gruppe bestreiten. Gegen die Duisburger Schule zeigten sich allerdings unsere Schüler wieder von ihrer besten Seite. Durch schöne Kombinationen gingen wir schnell mit drei Toren in Führung, gewannen deutlich mit 4:1 und standen somit als erster Endspielteilnehmer fest. Im anschließenden zweiten Halbfinale ging es wesentlich knapper zu. Auch hier konnte sich der Gruppenzweite durchsetzen. Im Siebenmeterschießen gewann der Ausrichter der Wächtlerschule gegen die Albert-Schweitzer-Schule.
Jubel nach Pokalübergabe
So mussten wir also im Endspiel gegen die Mannschaft des Ausrichters antreten, die natürlich den größten Teil der Zuschauer auf ihrer Seite hatte. Das Spiel selbst war ein typisches Endspiel. Keine der beiden Mannschaften wollte einen Fehler machen und die defensivstarken Essener verhinderten durch ihr diszipliniertes Verhalten, dass unsere spielstarken Jungen ihr Kombinationsspiel entfalten konnten. Nach einem wunderschönen Doppelpass hatten wir zwar die Großchance auf das Siegtor, scheiterten aber am gegnerischen, sehr guten Torwart. Auf der anderen Seite war es vor allem der überagende Ömür, der die Abwehr organisierte und so keine gegnerische Torchance zuließ. So blieb es beim 0:0 und ein Siebenmeterschießen musste über den Turniersieg entscheiden.
Hier ging es für alle Beteiligten nervenaufreibend zu. Die drei zu nominierenden Schützen beider Mannschaften hatten zunächst einmal sicher ihre Siebenmeter verwandelt, so dass es danach jeweils abwechselnd mit einem neu zu nominierenden Spieler weiter ging. Jedoch auch die nachfolgenden Schüler zeigten sich nervenstark und ließen den Torhütern, die es natürlich aus dieser Entfernung sehr schwer hatten, kaum eine Chance. Lediglich unser Torwart Alex hätte fast einen der Siebenmeter gehalten, von seinem Körper prallte der Ball aber an die Latte und von dort ins Tor.
So stand es schließlich 8:8 und man merkte, wie die Nerven der Spieler, der Betreuer und der Zuschauer immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Da bereits alle Spieler des Gegners geschossen hatten, traten wieder die ersten und vermeintlich sichersten Schüler den schweren Gang zur Siebenmeterlinie an. Bei uns war es Sedin, der seinen ersten Siebenmeter locker verwandelt hatte und jetzt bei seinem zweiten Versuch einiges Glück brauchte. Er traf nämlich die Unterkante der Latte, von der der Ball auf die Torlinie und dann erst ins Tor sprang. Kaum hatten alle aufgeatmet, schlug Alex große Stunde. Hatte er zuvor noch Pech gehabt, so konnte er den nächsten Siebenmeter parieren und verschwand innerhalb weniger Sekunden in einer Jubeltraube seiner Mannschaftskollegen. Einige Zeit später konnte er dann als Mannschaftskapitän den großen Pokal in die Luft recken.
Unser ausdrücklicher Dank geht auch an dieser Stelle noch einmal an die Ausrichter, die uns durch ihre perfekte Organisation ein unvergessliches Erlebnis ermöglicht haben.