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U. MaschofskiDie Institution Schule ist für Kinder und Jugendliche grundlegender Bestandteil ihres täglichen Lebens. Schule bietet dementsprechend nicht nur schulisches Lernen im Sinne von fachlicher Wissensvermittlung, sondern darüber hinaus auch permanente Schulung im Bereich des sozialen Lernens. Als Ort der Begegnung ermöglicht sie vielfältige Erfahrungen: das Finden von Freunden, das Pflegen von Freundschaften, das Lösen von Konflikten, das Abbauen von Ängsten, die Anerkennung von Regeln, das Zusammenleben mit anderen Kulturen und vieles mehr gehört selbstverständlich zum Schulalltag. Im Laufe ihrer Schulzeit entdecken die Schüler eigene soziale Kompetenzen und entwickeln sie mit der Unterstützung durch Lehrkräfte und Sozialpädagogen weiter.
Um Schülerinnen und Schüler in diesem Sinne in ihrem Lernprozess zu begleiten und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, bietet die Schulsozialarbeit an der Gesamtschule Horst folgende Arbeitsschwerpunkte:
In verschiedensten Lebenssituationen, die plötzlich eingetroffen sind oder schon lange bestehen, brauchen Schüler und Schülerinnen, Eltern und auch Lehrer oder Lehrerinnen Rat, Unterstützung oder konkrete Hilfe. Im Rahmen unserer Arbeit können im vertraulichen Gespräch individuelle Probleme oder Sorgen besprochen werden. Diese können sein:
Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten, gegebenenfalls unter Einbeziehung unterstützender Institutionen, erarbeitet.
Kinder zu stärken und Gemeinschaft zu fördern ist Ziel sozialpädagogischer Gruppenangebote und Präventionsprojekte. Die Förderangebote richten sich sowohl an Kleingruppen, als auch an den gesamten Klassenverband. So werden einerseits mit allen Schülern einer Klasse allgemeingültige Inhalte erarbeitet. Zum Beispiel werden im Rahmen so genannter Sozialtrainings vielfältige Übungen zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchgeführt. Andererseits werden in Kleingruppen individuelle Inhalte aktiv aufgegriffen und thematisiert. Zum Beispiel werden innerhalb einer festen Gruppe gemeinsam Strategien erarbeitet, mit denen man Konflikte angemessen lösen kann.
Oft fällt es nicht leicht, sich in der Fülle von Angeboten zu Freizeit und Unterstützung zu orientieren. Herauszufinden welche Anlaufstellen es mit konkreten Fragen oder Bedürfnissen gibt und/oder welche davon für individuelle Situation am besten geeignet erscheint ist oftmals schwierig. Vor allem in belastenden Situationen wagt man diesen Schritt manchmal nicht allein. Wir möchten den Schülern und Schülerinnen, sowie deren Familien einen Überblick über die vorhandenen Institutionen bieten, individuell relevante Anlaufstellen nennen und gegebenenfalls auch zu entsprechenden Ansprechpartner begleiten.
Wir geben einen Überblick zu:
Immer wieder kommen Kinder und Jugendliche durch ganz verschiedene, individuelle Lebenssituationen an ihre Belastungsgrenzen. Wir möchten Kinder in diesen Momenten, in denen sie selber keinen Ausweg mehr sehen, unterstützen. Dementsprechend hat Hilfe in solchen Fällen natürlich Vorrang. An erster Stelle stehen hier die unmittelbare Stärkung der Schüler und Schülerinnen und das Aufzeigen eines gemeinsamen Auswegs aus der akut belastenden Situation. Mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam wird überlegt, wer neben den Sozialpädagogen Entlastung bringen kann (Familie, Freunde, Lehrer) und/oder welche Institution Hilfe (Referat Erziehung und Bildung, Psychologe, Selbsthilfegruppen) bietet.
In Ausnahmefällen, sofern die akute Belastung nicht reduziert und eine Gefährdung des Kindes/Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden kann, sind wir zwingend verpflichtet andere Institutionen einzubeziehen (Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Referat Erziehung und Bildung).
Krisensituationen können zum Beispiel sein:
Oftmals haben Mädchen und Jungen andere Interessen und es fällt ihnen untereinander leichter ihre Gefühle und Belange mitzuteilen und auszutauschen.
Unsere geschlechtsspezifischen Angebote sind gezielt auf die Jungen und Mädchen unserer Schule, ihrer Themen, Ziele, Lebenslagen, Sorgen und Wünsche zugeschnitten. Wichtig für unsere Arbeit ist, dass den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit gegeben wird, ihre eigene Identität zu suchen und zu entwickeln. Sie sollen in einem sozial-, geschützten Raum dazu befähigt werden, sich mit Ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrer Rolle als Mädchen und oder Junge auseinanderzusetzen.
Auch für die Eltern und Erziehungsberechtigten unser Schüler besteht die Möglichkeit sich mit unseren Sozialpädagogen auszutauschen. Individuelle Problemlagen, Fragen zu der schulischen Entwicklung oder aktuelle Erziehungsfragen können in einem Vier- Augen-Gespräch thematisiert und angegangen werden. Gemeinsam werden konstruktive Lösungs- und Handlungsschritte erarbeitet. Je nach Falllage hat es sich als besonders hilfreich erwiesen, schulexterne Hilfeangebote der Kinder- und Jugendhilfe beratend einzuschalten. Darüber hinaus finden regelmäßig Elternabende statt.
Über einen längeren Zeitraum gemeinsam unterwegs sein, etwas gemeinsam zu erleben sich zu erholen, steht im Vordergrund unserer schulischen Ferienangebote. Über den Erholungsaspekt hinaus beinhalten unsere Ferienfreizeiten die Möglichkeit des sozialen Lernens, der Mitbestimmung und der Förderung der Toleranz und der Weltoffenheit. Während der sozialpädagogisch begleiteten Ferien haben unsere Schüler und Schülerinnen die Chance eine Menge Spaß zu haben, neue Leute kennen zu lernen, unbefangen und ausgelassen zu spielen und neue und spannenden Erfahrungen in der Gruppe mit gleichaltrigen Schülern und Schülerinnen der Gesamtschule Horst zu sammeln.
Ähnlich wie bei den Ferienfreizeiten werden die offenen Freizeitangebote als zusätzliche Maßnahmen im Schulalltag für die Schülerinnen und Schüler angeboten. Sie dienen in erster Linie der Regeneration sowie der sportlichen und kreativen Förderung. Im Stufentreff Grün (Jahrgang 7-9), im Stufentreff Rot (Jahrgang 5-6) oder im Gruppenraum des sozialpädagogischen Zentrums haben die Jugendlichen die Möglichkeit sich zu treffen, Spaß zu haben, zu spielen oder sich mit den Sozialpädagogen auszutauschen. Durch die aktive Freizeitgestaltung (die Gesellschaftsspiele, das Basteln, die Gespräche, das Lesen etc.) erfahren sie eine weitere Förderung ihrer schulischen und sozialen Kompetenzen.
Über die offenen Angebote hinaus bieten die Sozialpädagogen in allen Jahrgangsstufen spezielle Arbeitsgemeinschaften an
In der „Spiele, Sport und Spaß – AG“ wollen wir gemeinsam verschiedene Spiele von Brettspielen, über Kartenspiele bis hin zu Bewegungsspielen vorstellen und ausprobieren. Das Mitbringen von eigenen Lieblingsspielen soll Teil der AG und des Miteinanders sein. Versteckt werden dabei Regelakzeptanz, Kompromisse, Kreativität und Gemeinschaftsfähigkeit geübt. Der Spaß am Spielen und Ausprobieren steht dabei natürlich an oberster Stelle. Teil der „Spiele, Sport und Spaß – AG“ ist auch der Besuch des nahe gelegenen Bauspielplatzes Horst. Auch eigenen Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt, so dass wir ebenfalls selbst erfundene Spiele konstruieren und bauen können.
Diese AG ist geschlechtsspezifisch angelegt und richtet sich daher nur an Mädchen. Gemeinsam wollen wir überlegen und ausprobieren, welche Situationen im Alltag stressig sind und was man dagegen tun kann. Ganz nebenbei lernen die Schülerinnen eigene Befindlichkeiten und Bedürfnisse besser wahrzunehmen und hierauf zu reagieren. Dabei soll der eigene Stresstyp analysiert, Massage- und Entspannungstechniken eingeübt und Tipps rund um das Thema Beauty ausgetauscht werden. Als ein Teil von Entspannungstechniken werden wir auch Fantasiereisen ausprobieren. Hierfür wird gemeinsam in den Räumlichkeiten des Sozialpädagogischen Zentrums eine Entspannungsecke eingerichtet (siehe Foto).